Etappe 1- HangZhou und BeiJing

15. Februar 2009

Das Abenteuer fing eigentlich schon beim Kartenkauf an. Von einem Tag auf den Anderen bildeten sich auf einmal immense Schlangen vor den Ticketoffice, damit wurde uns klar, da wohl wegen des chinesischen Neujahrs, und der damit verbundenen Reisewut der Chinesen, Zugkarten schon 10 Tage im Voraus verkauft werden. Also machen wir uns in den nächsten Tagen auf um auch ein paar Tickets von JinHua nach HangZhou zu kaufen von wo aus unser Flug nach BeiJing abgehen soll. Wie sich herausstellt sind wir jedoch schon recht spät dran. Es gibt gerade noch Karten für einen Zug, der erst abends in HangZhou ankommt.

Wir Packen vorsorglich nur unsere dicksten Sachen ein, in der Inneren Mongolei soll es ja unheimlich kalt sein um diese Jahreszeit. Und schon in HangZhou stellt sich das als nur zu richtige Entscheidung heraus. Es ist bitter kalt, gepaart mit einem Wind, mit dem man wahrscheinlich mit einem Taschentuch als Segel noch Geschwindigkeitsweltrekorde mit einem Surfbrett auf dem XiHu See hinlegen könnte. Wir müssen noch ca. eine Stunde am Bahnhof auf Yury warten, mit dem wir zusammen das Winterliche China erkunden wollen. Noch während des Wartens am Bahnhof treffen wir ein Mädchen aus Ostdeutschland die gerade eine halbe Weltreise hier in China beginnt, unserer Ansicht nach jedoch viel zu wenig Zeit für ihre einzelnen Etappen eingeplant hat. Nach einigen Schwierigkeiten Yury am Bahnhof ausfindig zu machen und völlig durchgefroren finden wir irgendwann auch tatsächlich noch ein Taxi das uns zu unserem Hostel fährt. Wir entscheiden uns, unseren abendlichen Hunger bei Mc’es zu stillen, da wir mal etwas fettarmes, gesundes essen wollten, was unsere Verzweiflung, das chinesische Essen betreffend wohl recht deutlich macht.

Da wir alle HangZhou schon kennen verbringen wir nicht mehr als eine Nacht dort, die wir mit einem hervorragendem Schnarchkonzert unseres Zimmernachbarns verbringen, um am nächsten Morgen weiter gen Hauptstadt zu fliegen.

BeiJing hat uns alle positiv überrascht, die erste Stadt ohne Verkehrschaos, und das in der Hauptstadt. Alles ist weit und großzügig gebaut, kaum Gebäude die über 3 Stockwerke hoch sind, zumindest um den TianAnMen Platz. Unser Hostel liegt direkt unter dem TianAnMen Platz in einer kleinen beschäftigten Straße, mit jeder menge Touristen napping Läden, vielen auf alt chinesisch gemachten schönen Häusern und sogar ein paar Geschäften wo echte Pelzmützen und ähnliches verkauft werden. Überall wird Winterkleidung verkauft und das ist nur allzu angebracht es ist wirklich unheimlich kalt in BeiJing die Flüsse und Seen sind vereist, kurz es herrschen fast so unmenschliche Temperaturen wie zu dieser Zeit in Deutschland, -10 bis -15 Grad und wieder ein ordentlicher Wind dabei.

Wir gehen, grad angekommen, als erstes wie geplant auf die Suche nach dem berühmten QianJuDe Pekingente Restaurant, 14 QianMen XiDaJie, laut Lonely Planet gibt es dort für gerade mal 58 ? die beste Pekingente Chinas oder zumindest in BeiJing. Der Preis war kaum merklich, auf 258? gestiegen, aber wir entschieden uns trotzdem dafür, in Deutschland wäre das ja schließlich auch noch ein annehmbarer Preis für ein Essen. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, die Ente war vorzüglich und mehr als genug um satt zu werden, auch ohne die 18 kolossalen Dumplings die wir aus angst nicht satt zu werden dazu bestellt haben. Auf dem Rückweg vom Restaurant schießen wir Fotos bis die Auslöser glühen, und entschließen uns noch ein wenig in der Sakura Bar, gegenüber unserem Leo Hostel in der DaZhaLan XiJie, den Abend ausklingen zu lassen, mit Karten spielen und der eindeutig, unseres Wissens, besten heißen Schokolade ganz Chinas. Nach einem Blick in die Speisekarte entscheiden wir hier auch am nächsten Tag zu Frühstücken. Wir werden nicht enttäuscht.

Zurück in JinHua

08. Februar 2009

Ihr werdet es kaum glauben, aber langsam fängt der Sommer an in Jin Hua. Der Morgen fing mit 14 Grad an und inzwischen würd ich schätzen sind wir bei 20-22 Grad angekommen.

Für die die es Motbekommen haben, ich bin zwar leider immer noch nicht wieder gesund, aber es wird, zwar langsam aber stetig, besser.

Leider haben wir noch immer keine Fotos von unserer Reise, das Übertragen übers Internet stellt sich, trotz aller Hilfe von Vaddern, rechtproblematisch da. Oder mit anderen Worten nix geht wie man es sich vorstellt. Aber ich denke, ich werde heute schon mal die ersten Etappen zusammenstellen und ohne Fotos reinstellen.

Warten mit Ende in Sicht

06. Februar 2009

Für jene die uns vermisst haben und sich fragen, was aus uns geworden ist, wir waren im Urlaub. Urlaubsberichte folgen sobald wir die Bilder von Juri zugeschickt bekommen. Ansonsten, immer noch unfähig die Firewall zu überwinden, hab ich jetzt den Tipp von Jessica erhalten die Fotos einfach unter http://www.studivz.net hochzuladen, da eigentlich jeder von unseren Blog- Stammkunden Zugriff hat auf StudiVZ. Für jene die nach unzähligen Löschaktionen mich nicht mehr finden können, mein aktueller Profilname ist: ??Saijia ?? (Ja, das sollen Totenköpfe sein).

Reiseberichte von uns folgen dann hoffentlich auch bald! Danke für euer Verständnis und eure Geduld!

Neues Jahr, neue Vorsätze…2009

06. Januar 2009

…und was wäre das neue Jahr ohne neue Vorsätze? Dabei sind die neuen Vorsätze fast immer die alten…Alkohol und Zigaretten abschwören (nein Mutter, ich bin davon nicht betroffen), abnehmen bis man endlich zu einer Elfe wird, alle bösen Einflüsse ein wenig mit Weihwasser bespränkeln und natürlich…“dieses Semester fang ich schon am ersten Tag mit Lernen an“. Kurzum, dieses Jahr wird alles anders…der einzige Vorsatz den ich jemals halten konnte war der vom letzten Jahr, mit Chengly und Basti Silvester 2009 in Shanghai zu feiern…und so machten Basti und ich uns am 31.12.2008 auf den Weg nach Shanghai. Juri und sein kleiner Bruder Viktor, der extra über Weihnachten nach Shanghai geflogen ist um seinem großen Bruder Gesellschaft zu leisten haben für den Abend schon alles organisiert gehabt so dass es nach unserer Ankunft gemütlich und stressfrei direkt weiter zum Abendessen ging. Reserviert war ein Tisch bei einem japanischem Restaurant, drei, vier Häuser weiter links von unserem Lieblingsjapaner entfernt auf der ??? (donghulu). Besonderheit ist, dass das Essen direkt vor den Augen auf heissen Platten zubereitet wird und All you can eat & drink für 180 ? satt werden garantiert ist. Ebenfalls besonders sympatisch war unser Koch, der, nachdem Chengly und Ich uns ein wenig mit ihm auf chinesisch unterhalten haben, uns unsere Essenswünsche von den Augenablesen konnte und am fortgeschrittenen Abend die Bestellungen direkt angenommen hat, so dass wir nicht erst noch auf einen Kellner warten mussten. Nach einer üppigen Mahlzeit dürstete es Chengly und Mich nach einem ebenso üppigem Dessert und bestellen Eiscreme für jeden. Viktor und Juri teilen sich einen in Honig- Butter angebratenen Pfannkuchen wobei Viktor beim Verzehr des Pfannkuchens kritisiert, dass dieser noch roh sei, woraufhin ich mich über die Reste hermache und anmerke, dass die Pfannkuchen nicht roh seien, sonder mit Apfelstückchen gefüllt sind. Viktor freut sich um so mehr…da er eine Apfelallergie hat, die im laufe des Abends in Form von roten Flecken von seinem Gesicht Besitz ergreift.

Fürs erste scheint der Hunger von allen gestillt und so begeben wir uns auf die Suche nach einem Taxi da es schon kurz vor 23 Uhr ist. Nach harten Verhandlungen mit dem Fahrer eines Minibusses ist er willig uns für 50 statt 100 kuai zur Bar Rouge (7F, 18 Zhongshan Dong Yi Lu ??? ?? ??? 18 ? 7?) zu fahren, den Club den wir uns wegen dem schönen Panoramablick auf Shanghai’s Pudong ausgesucht haben. An unserem Ziel angekommen zahlen wir dem Taxifahrer doch die ursprünglichen 100 kuai…50 kuai Schadensersatz für unser anstrengendes Verhalten während der Fahrt (penetrantes auf Deutsch zugequatsche in der Hoffnung dass er es doch noch innerhalb von 40 Minuten Taxifahrt erlernt). Das Suchen der richtigen Hausnummer, das Reinquetschen in den überfüllten Aufzug und das Schlange stehen zum Abreissen unserer Karten (200 kuai Eintritt im Vorverkauf) kostet uns nochmal Zeit, trotzdem schaffen wir es genau zwei Minuten vor Mitternacht auf dem Balkon der Bar Rouge zu stehen und das…(subjektiv betrachtet) kleinste Feuerwerk der Welt zu bestaunen. Traurig aber wahr, China hält an seinem Mondkalender fest, was für Silvester bedeutet…es gibt keins. Das chinesische Neujahr wird am 1.1 des Mondkalenders gefeiert, dieses Jahr also am 25.1 unserer deutschen Zeitrechnung. Immerhin, unser Club hat (aus Rücksichtnahme auf das westliche Klientel) ein kleines Feuerwerk gehabt. Um Mitternacht in der Bar Rouge angekommen verlassen wir sie erst wieder um halb sechs am Morgen, nach dem Motto: Eintritt zahlen muss ausgenutzt werden. Chengly zieht noch mit Christoph, einem Mitstudenten aus Dalian, weiter in einen anderen Club. Juri, Viktor, Basti und Ich begeben uns auf den Weg gen Bett, mit einem Zwischenstopp beim McDonalds. Genial an dem chinesischem McDonalds Konzept ist, dass sie 24 Std. nach Hause liefern, weniger genial war um sechs Uhr am Morgen ausschließlich die Frühstücksmenüs bestellen zu können…sprich, kein Cheesburger. Kompromissbereit werden Chicken Mc Nuggets und Chickenburger bestellt, gesundes Frühstück ist ja essentiell für einen guten Start in den Tag.

12 Stunden später geht es dann nochmal zu McDonalds Mittagessen…endlich Cheesburger und BigMacs bestellen! Ein Menü zum Mitnehmen für Juris kleinen Bruder der krank im Bett liegt…vonwegen „ a apple a day keeps the doctor away“. Weil wir alle nach der Silvesternacht gefühlte 20 Jahre älter geworden sind heisst es für uns: Videoabend, bloß nicht mehr bewegen müssen.

Letzter Tag wir dann nochmal richtig geschlemmt. Vom einen Ende der Stadt zum Anderen zum Salabim ( 580 Guoquan Rd. 48, Fudan Pedestrian Street, ??? ??? 580? 48??????? ). Juri’s persönliche Pizza Empfehlung für Shanghai. Dort angekommen werden dann für jeden drei bis vier Gerichte bestellt…die Bestellung entsprach dem Nachholbedarf (in der länge der Rechnung gemessen….laaaaaaaaaaaaange Rechnung) .

Nach dem Motto europäisches Wochenende gehts dann nach der Pizza Orgie wieder zurück zum anderen Ende Shanghais, Kaffee bei Starbucks trinken.

Gegen neun Uhr begeben wir uns dann zurück zu Juri, Transporter 3 gucken (ganz legal im Geschäft für 70 Cent gekauft) und später dann, nach einer Bestellung bei McDonalds Juri und Basti beim Sims2 spielen zusehen und mitfiebern bevor es dann am nächsten Tag vorläufig Abschied nehem heisst.

Weihnachts-Apfel

26. Dezember 2008

Unser Naicha Guy hat zu Weihnachten jedem Kunden am Weihnachtsabend einen Apfel geschenkt, aber warum grade Äpfel?

Das chinesische Wort für Apfel ist ?? (pingguo), das Ping in Apfel ist im selben Ton wie das Ping in dem chinesischem Wort für friedlich (?? pingan)? Nach chinesischem Brauch schenken die Jungen dem Mädchen zu Weihnachten zwei Äpfel, wobei in China die Zahl zwei Glück symbolisieren soll.

Da wir an Weihnachten Kate zu Besuch hatten konnten wir natürlich am Weihnachtsabend nicht zu unserem Naicha Guy gehen um uns unsere Äpfel abzuholen, allerdings hat er zwei für uns aufgehoben, süß oder? Inzwischen verkauft er neben süßen Getränken auch kleine Snacks und Popcorn die wir allerdings häufig von ihm einfach so geschenkt bekommen, ich glaube, er mag uns:)

Weiße Weihnachten

22. Dezember 2008

Bei -1 Grad C° hat der Schnee nun auch von Jinhua besitz ergriffen…verschneite Palmen überall. Der Winter in Jinhua, trotz tropischer Sommer, ist sehr kalt, beissender Wind und das Verbot von Heißstrahlern im Studentenwohnheim machen den Winter leider auch nicht wärmer…immerhin ein kleiner Trost, im ortsansässigem Wal Mart gibt es jede Menge Weihnachtsdeko für die Wohnung so dass auch wir mittlerweile einen kleinen, 30 cm großen Baum auf dem Küchentisch stehen haben sowie einen kleinen dicken Engel an der Tür hängend. Kitsch muss sein, besonders wenn man in China lebt.

Weihnachten haben wir leider noch Unterricht so dass wir ein wenig improvisieren müssen was das Fest angeht. Kate, unser kleiner helfender Engel, wird an Weihnachten vorbei kommen, Basti wird Curry für uns kochen und dann werden wir uns über die Weihnachtssüßigkeiten Care Pakete meiner Mutter hermachen. Eventuell wollen wir Kate noch Indiana Jones zeigen weil sie den Film nicht kennt, auch von Star Wars hat sie noch nie was gehört, welches in Basti helles Entsetzen entfachte. Traurig aber war, die chinesische Filmindustrie regiert dieses Land ohne viel Spielraum für ausländische Filme zu lassen. Obgleich Chinesen bekennende Audrey Hepburn Fans sind war Ningbo die einzige Stadt in der wir Filme von ihr finden konnten. Immerhin, die Harry Potter Filme haben es geschafft auch China in ihren Bann zu ziehen.

Die kleinen Köstlichkeiten Shanghai’s

30. November 2008

Shanghai’s Restaurantszene gleicht der Erzählung von Eva die Adam mit einem Apfel verführte, die Auswahl an Früchten war groß, troztdem reizte die Beiden jene verbotene Frucht deren Genuß sie mit der Verbannung bezahlen mussten. In Juris und meinem Fall mit einer Lebensmittelvergiftung …zahlen in Raten, dazu später jedoch ein auführlichere Berichterstattung, lasset uns mit unserer Reise am Donnerstag dem 13. November beginnen.

Am Abend des 13. November begaben Juri, Basti und Ich uns auf dem Weg zum Restaurant LYNN auf der Xi Kang Roa 99- 1 (??? ??? 99-1 ?) welches im Lonely Planet für seine ausgezeichnete Peking Ente empfohlen wird. Der erste Eindruck des Restaurants war für mich als Backpacker eher einschüchternd durch seine offensichtliche Extravaganz… trotzdem beeindruckend durch sein schlichtes dennoch futuristisches Design. Die Preise scheinen für Shanghai trotz des ersten Eindrucks, der mir im Geiste schon ein Loch in mein Portmonaie gebrannt hat, erstaunlich günstig. Eine ganze Peking Ente ist im LYNN für 16 Euro erhältlich…leider ist die Ente, trotz üppiger Erscheinung leider schnell von unseren Tellern verschwunden…sprich, appetitanregend ohne leider den Hunger stillen zu können. Wenn man erwartet mit wenig Geld satt zu werden ist das Restaurant bestimmt keine gute Empfehlung, legt man allerdings Wert auf Ambiente beim Verzehr seiner Peking Ente ist dass bestimmt die richtige Adresse.

Den Zweiten Tag in Shanghai, nach Besichtigung des berühmten ?? Yu Yuan Gartens, haben wir dann damit verbracht am ???? People’s Square die Zeit bis zu unserer Reservierung im OOEDO Japanese Restaurant (???30?, Donghu Lu 30) um neun Uhr am Abend totzuschlagen. Geplant war „Shopping bis der Arzt kommt“…nachdem ich aber auf meiner To- do- Liste Handschuhe kaufen abgehakt habe setzte schon das erste Motivations Tief ein.

Die Einkaufsmöglichkeiten, grade im Untergrund, sind unbegrenzt, einzige Voraussetzung für Mädchen: bitte Magersüchtig. Für Männer hingegen gilt es dem Metrosexuellen Kleiderstil geneigt zu sein. Leider für alle drei von uns unüberwindbare Hindernisse. Der einzige Laden der Interesse in uns wecken konnte war jener dessen Schaufensterpuppen leicht bekleidete Polizistinnen, leicht bekleidete Krankenschwestern und Schaufensterpuppe mit Rüschenschürze und Strapse und sonst nichts als Reklame nutzte… Nächster Stopp: Spielhalle.

Für umgerechnet fünf Euro erhält man 55 Chips, ein Spiel kostet zwischen ein bis drei Chips, wenn man ein Level gewinnt kann man umsonst weiterspielen. Das Angebot ist vielfältig. Riesige Trommeln auf denen man im angegebenen Takt um Punkte wetttrommelt, Schlauchboote in denen man zu zweit um sein Leben rudert, Motorräder auf denen man Rennen fährt, Jeeps mit Maschinengewähren in denen man vor Riesenspinnen und anderes Ungeziefer flieht, Tanzsimulationen, Kampfspiele (Streetfighter und mehr) oder einfach nur versuchen so viele Basketbälle wie möglich in den Korb zu werfen…alles was das Herz begehrt, und mit ein bisschen Glück gewinnt man sogar ein Kuscheltier.

Bevor wir uns ein Taxi zum OOEDO Restaurant fangen entscheiden wir uns dafür zum Radission zu laufen, da man dort ohne Gebühren zahlen zu müssen einmal über Shanghai blicken kann.

Gegen neun Uhr kommen wir dann endlich an dem Ort unserer Sehensüchte an, dem OOEDO Restaurant. Für ca. 20 Euro heisst es „All you can eat and drink” Sushi und Sake so viel das Herz begehrt, für jene die keinen rohen Fisch zu schätzen wissen gibt es aber auch eine gute Auswahl an Fleisch und Suppen. Der Völlerei verfallen bestellen wir Sushi und Sake bis zur Ladenschlusszeit um elf Uhr, danach wird zu Juri getorkelt und Ginsengschnaps getrunken bis die halb volle Flasche leer ist;)

Samstag früh schleichen Juri und ich uns dann aus der Wohnung richtung ????399? (Lujia Banglu 399) einem mehrstöckigem Markt für Stoffe auf dem man sich Kleider, Anzüge, Hemden, Taschen und alles was das Herz begehrt auf den Leib schneidern lassen kann. Ein Hemd aus echter Seide ist maßgeschneidert für umgerechnet 10 Euro erhältlich, ein Anzug aus Cashmere Wolle für circa 100 Euro.

Nach einer kurzen Anprobe, kurz insofern dass alles wie angegossen an Juri passt, fahren wir zurück um Basti abzuholen, Frühstück am Nachmittag wartet. Basti schnell ins Taxi gezerrt fahren wir wieder zu unserem Lieblingsteehaus beim ?? (YuYuan) Garten um meine Weihnachtseinkäufe zu erledigen*winke winke* Nächstes Ziel lautet…Pizzahut, für mich die letzte Malzeit bis Dienstag weil danach die Gesundheit rapide nachlässt. Nach einer absoluten Pizzaorgie schleppen wir uns mühselig nach Hause und machen einen gemütlichen Videoabend auf Juris gemütlicher Couch und trinken gemütlich Tee bis uns die Augen zufallen.

Am nächsten Morgen werde ich schon eine Stunde früher als geplant wach weil ich mich unwohl fühle, vermute allerdings dass mein Magen die Cheese Crust Orgie vom vorherigen Tag noch verarbeiten muss.Insofern nutze ich die überschüssige Zeit zum packen und duschen bis Juri und Basti wach werden. Nach einer langen Verabschiedung begeben wir zwei Backpacker uns dann wieder auf den Weg gen Heimat…Jinhua. Die eigentlich kurze Bahnfahrt von 2 ½ Stunden wird für mich eine lange und schmerzhafte Fahrt da ich mich alle zwanzig Minuten übergeben muss. Immernoch die Cheese Crust in Verdacht erhoffe ich mir dass. wenn mein Magen leer ist, der Spuk aufhören wird…bis ich Galle erbreche…spätestens dann vermuten wir eine Lebensmittelvergiftung. Zuhause angekommen kümmert sich Basti um einen Krankenwagen der mich ins ?????? Krankenhaus bringt. Dort angekommen bekomme ich mehrere Infusionen die insgesamt sechs Stunden brauchen. In der Zwischenzeit lassen zwar die Krämpfe nach, nicht allerdings das Erbrechen. Das Krankenhaus ansich war jedoch noch furchteinflössender als meine Lebensmittelvergiftung, alte Blutflecken auf meiner Decke, ein riesiger Schimmelfleck an der Wand, eine Fliege die es sich immer wieder erneut versucht auf meiner Infusion gemütlich zu machen und Toiletten man auf mehrere Meter Entfernung erriechen kann…einziger Trost den ich hatte als ich leider die Toiletten aufsuchen musst war, dass ich meine Brille auf meinem Bett hatte liegen lassen…so sah ich das Elend wenigstens nur verschwommen. Obgleich alle Löcher braun verschmiert waren antwortete die Toilettenfrau auf meine Frage, ob es auch noch Alternativen gäbe nur, die Toiletten seien doch in Ordnung…nach sechsstündiger Infusion werd ich dann vorläufig nach Hause entlassen, obleich ich auf die Frage ob es mir besser geht direkt vor dem Arzt erbrechen muss…am nächsten Tag, immernoch nüchtern, gehts dann zurück ins Krankenhaus nochmal an den Tropf. Diesmal werden wir in einen Raum gesetzt der mehr einem Wartesaal eines Bahnhofs gleicht als dem eines Krankenhauses, etliche dutzend Chinesen, mindestens 50 % davon Kinder, hängen an ihrem Fläschchen, sehen Fernsehen oder machen Hausaufgaben, auf jeden Fall eine interessante Erfahrung. Bastis und meine Theorie war dass viele Chinesen sich die Mühe sparen Abendessen zu essen und sich lieber künslich ernähren…obwohl dagegen spricht dass mir die Krankenschwestern Zucker in mein Fläschchen gemischt haben damit ich nicht verhungere. Somit, um geschätzte 2000 kcals betrogen, machen Basti und ich uns wieder auf den Weg nach Hause zu meiner ersten gekochten Kartoffel in zwei Tagen.

Fotoalben

11. November 2008

Ich versuche mich gerade daran Fotoalben für den Blog zu erstellen, leider mit geringem Erfolg…nicht desto trotz, das erste Fotoalbum existiert schon auf meinem Laptop leider hab ich noch keine Lösung dafür gefunden der Firewall beizubrigen dass das Jalbum keine bösen Absichten hat…um das Warten zu versüßen erstmal zwei Bilder von mir für euch von meiner kleinen Jialing, die mit einem rosa Puschel als Schlüsselanhänger geschmückt ist. Ebenfalls erkennbar sind die Glitzersteinchen die ich auf mein Motorrad geklebt habe, die aber jederzeit entfernbar sind. Die Idee Glitzersteinchen auf ein Motorrad zu kleben scheint, den Blicken die die Jialing auf sich zieht zufolge, einzigartig zu sein, was die Besitzerin natürlich erfreut *hrrrhrrr*

Brainstorming

09. November 2008

Nachdem wir erfahren haben dass wir schon am 10. Januar Ferien haben werden stellte sich sofort die Frage: Wohin? Im Moment sieht die Reiseplanung aus wie folgt: Einen Inlandsflug in die innere Mongolei buchen um dann dort vor Ort zwei Pferde zu mieten und die berühmten, hoffentlich dann zu der zeit verschneiten, Graßlandschaften zu erkunden. Das nächste Ziel ist dann Xian um Bastian die weltberühmte Terrakottaarmee zu zeigen, sowie auf dem muslimischen Markt im Herzen der Stadt Erdnusskuchen zu essen und mit dem Fahrrad auf der alten Stadtmauer entlang zu fahren. Letztes Ziel wäre Chengdu, hoffentlich rechtzeitig um das chinesische Neujahr in der, meiner Meinung nach, schönsten Stadt Chinas zu verbringen. In Chengdu angekommen möchte ich dann Basti die Pandas zeigen sowie eine Tagestour zum Emai Shan machen, der für den größten Holzbuddah der Welt berühmt geworden ist. Mehr geplant wird nicht da China unberechenbar ist und ich aus Erfahrung spreche wenn ich sage, Pläne werden hier immer durchkreuzt:)

Gericht des Tages: Mocke mit Sand und eine Suppe aus Benzin und Schweiß

31. Oktober 2008

Heute haben wir mal versucht uns in einem Fittnesstudio anzumelden weil uns das Essen hier so wenig gut tut. Aber als beide Studios die wir gefunden haben auch nach langer Verhandlung nicht unter 800 ? gehen wollten haben wir das erstmal auf später verschoben. Weil wir eh grad mit den Motorrädern unterwegs waren haben wir gleich beide Kisten zum Ölwechsel gebracht, und haben bei der Gelegenheit die Kette spannen lassen was wir mangels Werkzeug nicht selbst tun konnten. Auf dem Heimweg hatte Nora ein paar Probleme mit der dem Lenkeranschlag, und so schlug ich bei unserem üblichen Stopp beim ?? Man vor, noch ein wenig in die Berge zu fahren um eine Stelle zu finden an der man ein wenig üben kann.

Oben auf dem Berg haben wir dann den perfekten Übungsplatz gefunden, auf drei Ebenen hat er unten einen Platz mit Betonplatten um Slaloms und Kreise zu fahren, auf der mittleren Ebene Schlick und Mocke zum rutschen und driften, auf der oberen Ebene ein Schotter, Wiese mix, griffig und holperig.

Wir haben den ganzen Abend mit Offroadtraining verbracht Slaloms gefahren, bremsen auf losem Untergrund, und erste kleine drifts. Die Jialings haben sich, ihrem unwarscheinlich hohem Gewichts von über 180kg und der geringen Leistung von knapp 14PS berücksichtigend, hevorragend geschlagen.