Next Stop…Inner Mongolia

Nach einem üppigem Frühstück bei der Sakurabar geht es für uns dann gegen Mittag des 13.1 zum Flughafen da um 15:20 unser Flugzeug gen Hohhot???? beziehungsweise ????????abfliegt. In der Inneren Mongolei wird zwar auch chinesisch Gesprochen aber Muttersprache der Bevölkrung ist natürlich mongolisch welches weder in Schrift noch in Sprache Ähnlichkeit mit Chinesisch hat.

Ungefähr eine Stunde braucht es mit dem Flugzeug von Beijing nach Hohhot, und obwohl Hohhot die Hauptstadt dieser Provinz ist wird uns etwas mulmig als wir neben der Landebahn jede Menge Strohballen sehen. Aber war es nicht eigentlich Sinn dieses Ausfluges der Massenbevölkerung zu entkommen? Ja, war es.

Am Tag zuvor hatte ich eigentlich eine Reservierung in einem vom Lonely Planet empfohlenen Hostel machen wollen, allerdings war dieses schon mit Toursiten ausgelastet so dass wir uns ganz mutig für ein anderes Hostel entschieden haben welches eine Visitenkarte im Leo-Hostel hinterlassen hatte. Es handelte sich um das Anda Guesthouse (??? ?????? saihanqu qiaokaoxijie zhongduan, genauere Addresse steht leider nicht auf der Visitenkarte) welches uns direkt anbietet uns vom Flughafen abzuholen und es auch tut. Weniger erfreulich war zu hören dass wir nur zwei Nächte dort verbringen können und man keine Pferde im Winter reiten kann, welches uns erst vor Ort mitgeteilt wurde. Flexibel wie man halt so als Backpacker ist, steigen wir auf Kamelreiten um und aus einem geplanten 3Tages Trip mit Pferden wir ein Eintagestripp in die Wüste Gobi. 370 yuan werden pro Person verlangt, nur für die Fahrdienste zur Wüste Gobi (knapp acht Stunden hin-und zurück), sowie 130 yuan für zwei Stunden Kamelreiten wobei wir aber nur eine Stunde geboten bekommen haben…allerdings gehören Touristenfallen wohl dazu, wenn man in die Innere Mongolei reist…Auch wenn es schon Spaß gemacht hat Kamele zu reiten muss ich sagen, dass ich es nicht nocheinmal machen würde einfach weil die Tiere nicht gut behandelt worden sind. Statt wie zum Beispiel in Ägypten Körbe um das Maul zu legen um die Kamele führen zu können sind die Kamele zwischen Nase und Mund mit einem Holzpfahl gepierced. Als eins der Kamele etwas wiederspenstig in die Knie gegangen ist wurde das Kamel mehrfach heftig geschlagen und so brutal an den Zügeln des Kamels gezogen dass der Holzpflock durch die Oberlippe gebrochen ist. Ich kann es leider nicht anders umschreiben als dass mich die Behandlung der Tiere sehr angewieder hat und ich sowas in Zukunft nicht unterstützen möchte. Trotz allem hat es Spaß gemacht in dem Sand rumzuspielen, Basti hat innerhalb weniger Minuten erkannt das Sandhügel tolle Rutschen sein können und es war auch sehr faszinierend zu sehen dass eine Wüste gefrieren kann (Es war wirklich Eis auf den Dünen).

Auf der Rückfahrt bietet uns unser Fahrer an einem …im chinesischem würde man ?? (wanhui) sagen, sagen wir an einer Abendveranstaltung teilzunehmen. Präziser gesagt ist es das Abendprogramm welches am Abend des Naujahres ausgestrahlt werden wird. Da alles auf Mongolisch (selten auf Chinesisch übersetzt) präsentiert wurde haben wir leider nicht viel verstehen können. Trotzdem war es ein sehr schöner Abend weil traditionelle mongolische Musik und Tänze aufgeführt wurden, und besonders die mongolische Musik hat es mir angetan(Horsehead Fiddle http://www.hauntedink.com/almaty/music1_n.jpg beziehungsweise http://www.youtube.com/watch?v=LL-oOS3Jvuk&feature=related). Welches mich auch sehr positiv überrascht hat war wie farbenfroh Hohhot bei Nacht ist. Wer nach Shanghai oder Beijing reist in der Hoffnung eine schrille, bunte und pulsierende Großstadt bei Nacht erleben zu dürfen sollte eher nach Hohhot reisen.

Obgleich die Reise schon zwei Monate her ist weiss ich immernoch nicht wie ich zu Hohhot stehen soll. Die Stadt bei Nacht ist wunderschön, die Möglichkeit mit Kamelen (im Sommer auch Pferden) das Land erkunden zu können ist auch wirklich genial, nur dass Touristen so abgezockt werden gefällt mir nicht. Das Anda Guesthaus ist auch so eine Sache. Je nachdem ob man auf das Gastfamilien-Prinziep steht oder nicht, ist das Anda Guesthaus wirklich toll. Die Familie kümmert sich sehr beherzt um seine Gäste, aber ich schätze halt lieber meine Anonymität, sprich nicht zusammen mit einer Familie frühstücken zu müssen und das Gefühl zu haben man sollte jetzt etwas Smalltalk halten (Sollte vielleicht erwähnen dass ich Morgenmufflig bin). Was natürlich, wenn man mehr über das Land erfahren möchte genial ist mit einer Mongolischen Familie zusammen in einem Haus zu wohnen…es kommt wirklich drauf an was man möchte. Die Leute sind wirklich herzlich und offen, kümmern sich um alles (wenn man bereit ist extra dafür zu zahlen) und die Zimmer sind sauber und warm im Winter (besonders großes Plus war die europäische Toilette). Auch liebenswert war dass unser „Gastvater“ uns am Morgen unserer Abreise (15.1) drei CD’s mit mongolischer Musik geschenkt hat. Wenn ich gewußt hätte was uns auf der Busfahrt nach Xian?? erwartet hätte ich mich auch nicht so sehr danach gesehent endlich weiter zu reisen. Aber davon das nächste mal mehr.

Hinterlasse eine Antwort

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu erstellen.