Noch ein Tag in Beijing
Hauptstadt Chinas, das Herz des Reichs der Mitte, Hochburg des chinesischen Kulturerbes und Ausgangspunkt vieler Touristen für einen Expeditionstripp durch China.
Den zweiten Tag in Beijing widmeten wir der verbotenen Stadt deren Kultur auf dutzender kleiner Plastikschilder innerhalb der Stadtmauern geschrieben steht und auf die ich hier nicht näher eingehen möchte (wofür gäbe es sonst Wikipedia?). Mir besonders in Erinnerung geblieben sind jedoch folgende Erlebnisse:
Unzählige Chinesen mit Englissprachkenntnisse die sich einem als Touristenguide
für die Verbotene Stadt anbieten („you will get lost without me!”), ebenso unzählige Kunststudenten die einen dazu verführen wollen ein Bild zu kaufen (Ich bin Opfer geworden, aber immerhin von 1800? auf 500 runtergehandelt) als auch der Schock zu entdecken das der berühmt berüchtigte Starbucks in der Verbotenen Stadt verschwunden ist. Zu meiner Verteidigung kann ich sagen, dass ein eiskalter Wind durch die Verbotenen Stadt wehte welcher es mir erschwert hat von der Schönheit der Stadt so überweltigt zu werden wie ich es mir erhofft hatte. Dennoch ist es beeindruckend gewesen mit eigenen Augen zu sehen, dass in
jede Treppenstufe ein unterschiedliches Motiv gemeißelt worden ist, und dass auf den gelblackierten Ziegeldächern kleine Tierfiguren über ihre Heimat wachen. Ebenso beeindruckend war, obgleich alles perfekt symmetrisch angelegt worden ist, das Gefühl zu bekommen sich in einem Labyrinth aus roten Mauern zu befinden, sobald man sich von den gradeausführenden Wegen in die kleineren Gassen begibt. Nach einigen Stunden Erkunden (nicht zuletzt in der Hoffnung dass der Starbucks nur um-und nicht ausgezogen ist) und dem Gefühl Gefrierbrandt in den Beinen und Fingern bekommen zu haben begeben wir uns zurück zu unserem Hostel, beziehungsweise zu dem Cafe schräg gegenüber, zu der kleinen aber genialen Sakura Bar die nicht nur eine gute europäische Küche zu kleinen Preisen anbietet, sondern auch ihr Versprechen hält die „probably best hot chocolate in China“ zu servieren.
Nach zwei oder drei heißen Tassen Kakao hieß es auch schon wieder aufbrechen da wir für diesen Abend eine Shaolin Kongfu Vorstellung gebucht hatten (für 180? beim Leo- Hostel gebucht). Die Kampfkunstdarstellung ist im „Red Theater“ (??? hongjuchang ???????? ????44? xingfu dajie 44), fotographieren ist allerdings nicht erlaubt. Wer unter einer Kampfkunstdarstellung jedoch knallharte Action versteht ist in dieser Vorstellung wohl nicht gut aufgehoben. Zwar werden auch in dieser Kongfudemonstration Stahlstäbe zerschlagen allerding gibt es auch viele Szenen die einem Balett gleichen. Was allerdings den Besuch zu diesem Theater besonders lohnenswert gemacht hat ist der Stand eines Künstlers innerhalb der Theatermauern, der Landschaftsbilder mit Tusche ohne Pinsel sondern mit seiner Handfläche zeichnet. Basti hat zwei Bilder, eins davon gerahmt, sowie zwei Lesezeichen von ihm für 100 ? erstehen können (ursprünglich sollte ein Bild ohne Rahmen schon 100 ? kosten). Nach einer eineinhalbstündigen Kampfvorstellung werden wir dann wieder von unserem Fahrer (im Preis inbegriffen) zurück zu unserem Hostel gefahren und gehen dann auch ohne weitere Verzögerung schlafen da wir am nächsten Tag einen Tagestripp zur Großen Mauer gebucht hatten. Davon das nächste Mal mehr