Etappe 1- HangZhou und BeiJing
Sonntag, 15. Februar 2009
Das Abenteuer fing eigentlich schon beim Kartenkauf an. Von einem Tag auf den Anderen bildeten sich auf
einmal immense Schlangen vor den Ticketoffice, damit wurde uns klar, da wohl wegen des chinesischen Neujahrs, und der damit verbundenen Reisewut der Chinesen, Zugkarten schon 10 Tage im Voraus verkauft werden. Also machen wir uns in den nächsten Tagen auf um auch ein paar Tickets von JinHua nach HangZhou zu kaufen von wo aus unser Flug nach BeiJing abgehen soll. Wie sich herausstellt sind wir jedoch schon recht spät dran. Es gibt gerade noch Karten für einen Zug, der erst abends in HangZhou ankommt.
Wir Packen vorsorglich nur unsere dicksten Sachen ein, in der Inneren Mongolei soll es ja unheimlich kalt sein um diese Jahreszeit. Und schon in HangZhou stellt sich das als nur zu richtige Entscheidung heraus.
Es ist bitter kalt, gepaart mit einem Wind, mit dem man wahrscheinlich mit einem Taschentuch als Segel noch Geschwindigkeitsweltrekorde mit einem Surfbrett auf dem XiHu See hinlegen könnte. Wir müssen noch ca. eine Stunde am Bahnhof auf Yury warten, mit dem wir zusammen das Winterliche China erkunden wollen. Noch während des Wartens am Bahnhof treffen wir ein Mädchen aus Ostdeutschland die gerade eine halbe Weltreise hier in China beginnt, unserer Ansicht nach jedoch viel zu wenig Zeit für ihre einzelnen Etappen eingeplant hat. Nach einigen Schwierigkeiten Yury am Bahnhof ausfindig zu machen und völlig durchgefroren finden wir irgendwann auch tatsächlich noch ein Taxi das uns zu unserem Hostel fährt. Wir entscheiden uns, unseren abendlichen Hunger bei Mc’es zu stillen, da wir mal etwas fettarmes, gesundes essen wollten, was unsere Verzweiflung, das chinesische Essen betreffend wohl recht deutlich macht.
Da wir alle HangZhou schon kennen verbringen wir nicht mehr als eine Nacht dort, die wir mit einem hervorragendem Schnarchkonzert unseres Zimmernachbarns verbringen, um am nächsten Morgen weiter gen Hauptstadt zu fliegen.
BeiJing hat uns alle positiv überrascht, die erste Stadt ohne Verkehrschaos, und das in der Hauptstadt. Alles ist weit und großzügig gebaut, kaum Gebäude die über 3 Stockwerke hoch sind, zumindest um den TianAnMen Platz. Unser Hostel liegt
direkt unter dem TianAnMen Platz in einer kleinen beschäftigten Straße, mit jeder menge Touristen napping Läden, vielen auf alt chinesisch gemachten schönen Häusern und sogar ein paar Geschäften wo echte Pelzmützen und ähnliches verkauft werden. Überall wird Winterkleidung verkauft und das ist nur allzu angebracht es ist wirklich unheimlich kalt in BeiJing die Flüsse und Seen sind vereist, kurz es herrschen fast so unmenschliche Temperaturen wie zu dieser Zeit in Deutschland, -10 bis -15 Grad und wieder ein ordentlicher Wind dabei.
Wir gehen, grad angekommen, als erstes wie geplant auf die Suche nach dem berühmten QianJuDe Pekingente Restaurant, 14 QianMen XiDaJie, laut Lonely Planet gibt es dort für gerade mal 58 ? die beste Pekingente Chinas oder zumindest in BeiJing. Der Preis war kaum merklich, auf 258? gestiegen, aber wir entschieden uns trotzdem dafür, in Deutschland wäre das ja schließlich auch noch ein annehmbarer Preis für ein Essen. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, die Ente war vorzüglich und mehr als genug um satt zu werden,
auch ohne die 18 kolossalen Dumplings die wir aus angst nicht satt zu werden dazu bestellt haben. Auf dem Rückweg vom Restaurant schießen wir Fotos bis die Auslöser glühen, und entschließen uns noch ein wenig in der Sakura Bar, gegenüber unserem Leo Hostel in der DaZhaLan XiJie, den Abend ausklingen zu lassen, mit Karten spielen und der eindeutig, unseres Wissens, besten heißen Schokolade ganz Chinas. Nach einem Blick in die Speisekarte entscheiden wir hier auch am nächsten Tag zu Frühstücken. Wir werden nicht enttäuscht.