Archiv für Januar 2009

Neues Jahr, neue Vorsätze…2009

Dienstag, 06. Januar 2009

…und was wäre das neue Jahr ohne neue Vorsätze? Dabei sind die neuen Vorsätze fast immer die alten…Alkohol und Zigaretten abschwören (nein Mutter, ich bin davon nicht betroffen), abnehmen bis man endlich zu einer Elfe wird, alle bösen Einflüsse ein wenig mit Weihwasser bespränkeln und natürlich…“dieses Semester fang ich schon am ersten Tag mit Lernen an“. Kurzum, dieses Jahr wird alles anders…der einzige Vorsatz den ich jemals halten konnte war der vom letzten Jahr, mit Chengly und Basti Silvester 2009 in Shanghai zu feiern…und so machten Basti und ich uns am 31.12.2008 auf den Weg nach Shanghai. Juri und sein kleiner Bruder Viktor, der extra über Weihnachten nach Shanghai geflogen ist um seinem großen Bruder Gesellschaft zu leisten haben für den Abend schon alles organisiert gehabt so dass es nach unserer Ankunft gemütlich und stressfrei direkt weiter zum Abendessen ging. Reserviert war ein Tisch bei einem japanischem Restaurant, drei, vier Häuser weiter links von unserem Lieblingsjapaner entfernt auf der ??? (donghulu). Besonderheit ist, dass das Essen direkt vor den Augen auf heissen Platten zubereitet wird und All you can eat & drink für 180 ? satt werden garantiert ist. Ebenfalls besonders sympatisch war unser Koch, der, nachdem Chengly und Ich uns ein wenig mit ihm auf chinesisch unterhalten haben, uns unsere Essenswünsche von den Augenablesen konnte und am fortgeschrittenen Abend die Bestellungen direkt angenommen hat, so dass wir nicht erst noch auf einen Kellner warten mussten. Nach einer üppigen Mahlzeit dürstete es Chengly und Mich nach einem ebenso üppigem Dessert und bestellen Eiscreme für jeden. Viktor und Juri teilen sich einen in Honig- Butter angebratenen Pfannkuchen wobei Viktor beim Verzehr des Pfannkuchens kritisiert, dass dieser noch roh sei, woraufhin ich mich über die Reste hermache und anmerke, dass die Pfannkuchen nicht roh seien, sonder mit Apfelstückchen gefüllt sind. Viktor freut sich um so mehr…da er eine Apfelallergie hat, die im laufe des Abends in Form von roten Flecken von seinem Gesicht Besitz ergreift.

Fürs erste scheint der Hunger von allen gestillt und so begeben wir uns auf die Suche nach einem Taxi da es schon kurz vor 23 Uhr ist. Nach harten Verhandlungen mit dem Fahrer eines Minibusses ist er willig uns für 50 statt 100 kuai zur Bar Rouge (7F, 18 Zhongshan Dong Yi Lu ??? ?? ??? 18 ? 7?) zu fahren, den Club den wir uns wegen dem schönen Panoramablick auf Shanghai’s Pudong ausgesucht haben. An unserem Ziel angekommen zahlen wir dem Taxifahrer doch die ursprünglichen 100 kuai…50 kuai Schadensersatz für unser anstrengendes Verhalten während der Fahrt (penetrantes auf Deutsch zugequatsche in der Hoffnung dass er es doch noch innerhalb von 40 Minuten Taxifahrt erlernt). Das Suchen der richtigen Hausnummer, das Reinquetschen in den überfüllten Aufzug und das Schlange stehen zum Abreissen unserer Karten (200 kuai Eintritt im Vorverkauf) kostet uns nochmal Zeit, trotzdem schaffen wir es genau zwei Minuten vor Mitternacht auf dem Balkon der Bar Rouge zu stehen und das…(subjektiv betrachtet) kleinste Feuerwerk der Welt zu bestaunen. Traurig aber wahr, China hält an seinem Mondkalender fest, was für Silvester bedeutet…es gibt keins. Das chinesische Neujahr wird am 1.1 des Mondkalenders gefeiert, dieses Jahr also am 25.1 unserer deutschen Zeitrechnung. Immerhin, unser Club hat (aus Rücksichtnahme auf das westliche Klientel) ein kleines Feuerwerk gehabt. Um Mitternacht in der Bar Rouge angekommen verlassen wir sie erst wieder um halb sechs am Morgen, nach dem Motto: Eintritt zahlen muss ausgenutzt werden. Chengly zieht noch mit Christoph, einem Mitstudenten aus Dalian, weiter in einen anderen Club. Juri, Viktor, Basti und Ich begeben uns auf den Weg gen Bett, mit einem Zwischenstopp beim McDonalds. Genial an dem chinesischem McDonalds Konzept ist, dass sie 24 Std. nach Hause liefern, weniger genial war um sechs Uhr am Morgen ausschließlich die Frühstücksmenüs bestellen zu können…sprich, kein Cheesburger. Kompromissbereit werden Chicken Mc Nuggets und Chickenburger bestellt, gesundes Frühstück ist ja essentiell für einen guten Start in den Tag.

12 Stunden später geht es dann nochmal zu McDonalds Mittagessen…endlich Cheesburger und BigMacs bestellen! Ein Menü zum Mitnehmen für Juris kleinen Bruder der krank im Bett liegt…vonwegen „ a apple a day keeps the doctor away“. Weil wir alle nach der Silvesternacht gefühlte 20 Jahre älter geworden sind heisst es für uns: Videoabend, bloß nicht mehr bewegen müssen.

Letzter Tag wir dann nochmal richtig geschlemmt. Vom einen Ende der Stadt zum Anderen zum Salabim ( 580 Guoquan Rd. 48, Fudan Pedestrian Street, ??? ??? 580? 48??????? ). Juri’s persönliche Pizza Empfehlung für Shanghai. Dort angekommen werden dann für jeden drei bis vier Gerichte bestellt…die Bestellung entsprach dem Nachholbedarf (in der länge der Rechnung gemessen….laaaaaaaaaaaaange Rechnung) .

Nach dem Motto europäisches Wochenende gehts dann nach der Pizza Orgie wieder zurück zum anderen Ende Shanghais, Kaffee bei Starbucks trinken.

Gegen neun Uhr begeben wir uns dann zurück zu Juri, Transporter 3 gucken (ganz legal im Geschäft für 70 Cent gekauft) und später dann, nach einer Bestellung bei McDonalds Juri und Basti beim Sims2 spielen zusehen und mitfiebern bevor es dann am nächsten Tag vorläufig Abschied nehem heisst.