Archiv für Oktober 2008

Gericht des Tages: Mocke mit Sand und eine Suppe aus Benzin und Schweiß

Freitag, 31. Oktober 2008

Heute haben wir mal versucht uns in einem Fittnesstudio anzumelden weil uns das Essen hier so wenig gut tut. Aber als beide Studios die wir gefunden haben auch nach langer Verhandlung nicht unter 800 ? gehen wollten haben wir das erstmal auf später verschoben. Weil wir eh grad mit den Motorrädern unterwegs waren haben wir gleich beide Kisten zum Ölwechsel gebracht, und haben bei der Gelegenheit die Kette spannen lassen was wir mangels Werkzeug nicht selbst tun konnten. Auf dem Heimweg hatte Nora ein paar Probleme mit der dem Lenkeranschlag, und so schlug ich bei unserem üblichen Stopp beim ?? Man vor, noch ein wenig in die Berge zu fahren um eine Stelle zu finden an der man ein wenig üben kann.

Oben auf dem Berg haben wir dann den perfekten Übungsplatz gefunden, auf drei Ebenen hat er unten einen Platz mit Betonplatten um Slaloms und Kreise zu fahren, auf der mittleren Ebene Schlick und Mocke zum rutschen und driften, auf der oberen Ebene ein Schotter, Wiese mix, griffig und holperig.

Wir haben den ganzen Abend mit Offroadtraining verbracht Slaloms gefahren, bremsen auf losem Untergrund, und erste kleine drifts. Die Jialings haben sich, ihrem unwarscheinlich hohem Gewichts von über 180kg und der geringen Leistung von knapp 14PS berücksichtigend, hevorragend geschlagen.

China’s Kinder

Mittwoch, 29. Oktober 2008

China ist in vielerlei Hinsicht anders als unsere Heimat Europa, ein Aspekt ist die Art und Weise wie die Erwachsenen mit ihren Kindern umgehen.

Kleine Anekdote aus dem Alltag.

Nach einem weiteren lehrreichen Tag an unserer Universität begeben wir uns auf den Weg zu unserem Lieblingsnudelstand in der „Brokenstreet“. Die Köchin bittet uns Platz zu nehmen bis das Essen fertig ist. An dem Tisch gegenüber ist ein älterer Mann mit Kind. Der Mann erkennt uns wieder da wir, wie er, Stammgäste sind. Er nickt uns freundlich zu und spielt dann ein wenig mit seinem Kind bis er aufsteht und mit unserer Köchin ein paar Worte wechseln geht. Das Kind bleibt derweilen an dem Tisch, an dem es zuletzt mit seinem Vater saß, sieht hin und wieder mit großen Augen zu Basti rüber bis eine Zigarettenpackung auf dem dreckigen Fußboden seine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Der kleine Junge (aufgrund von einem zwischen den Beinen ausgeschnittenen Viereck in der Hose identifizierbar) beugt sich um die Zigarettenschachtel aufzuheben, beäugt sie für ein paar Sekunden, sieht noch einmal zu Basti rüber und steckt sich dann die Zigarettenpackung in den Mund um genüßlich darauf rumzuknabbern. Mit der Zigarettenschachtel im Mund tappt es entschieden zu uns rüber und mein Ekel scheint sich auf meinem Gesicht manifestiert zu haben da der Mann nun bestürzt zu mir rübersieht. Verwirrt über die Reaktion des Mannes zeige ich nur auf das Kind, welches eine immer intimer werdene Beziehung zu der alten Zigarettenpackung aufbaut und frag ihn ob das Kind das machen darf, ich sei es als Deutsche nicht so gewohnt. Der Mann antwortet mir zwar, aber der Jinhua Dialekt verschleiert seine Antwort für mich bis zu unkenntlichkeit, da er aber das Kind bei der Hand nimmt und sich nicht weiter darum kümmert dass es immernoch am Abfall anderer Menschen rumlutscht scheint es wohl nichts Besorgniserregendes zu sein, sondern, als hätte ich es mir nicht denken können…chinesischer Alltag.

Kinder sind für Chinesen ein Segen, besonders männliche Nachkommen, da, wenn sie eines Tages heiraten werden, ihre Frau bei der Familie des Sohnen miteinziehen wird und somit die Altersversorgung gesichert ist. Ein chinesisches Sprichwortet lautet ???? (wangzi chenglong) Hoffnung dass das Kind sich in einen Drachen verwandelt. Jeckie Chan’s chinesischer Name ??, sich in einen Drachen verwandeln, stammt von diesem Sprichwort ab. Es ist befremdend wenn man sieht wie viel Aufmerksamkeit kleinen Kindern geschenkt wird, wie kleine Mädchen als Bonbons oder Prinzesschen gekleidet werden und man dann Zeuge wird wie sie sich ganz natürlich, ohne Scham, über einen Kanaldeckel hocken um sich zu erleichtern, und es sind lediglich meine ungläubigen Blicke die das Kind auf sich zieht, für Chinesen ist es normal, dass man seine natürlichen Bedürfnisse zuerst befriedigt, darum auch das leidenschaftliche Spucken in den weniger reichen Provinzen. Ein sehr positiver Aspekt der Art und Weise wie Chinesen ihre „kleinen Kaiser“ erziehen ist die Freude daran das zu Betonen, was Kinder von uns Erwachsenen unterscheidet, die Lebensfreude und Naivität die sich in der Farbe Rosa und in Form von Hello Kitty manifestiert. Es glitzert, es ist rosa, es ist weich und kuschlig…es ist bunt, es ist schrill, es ist laut und exzentrisch…es sind kleine Schuhe die beim Laufen aufleuchten und quietschen, es sind Haarspangen die glitzern oder kleine puschlige pinke Fellkneude die in die Haare miteingeflochten wurden oder gelbe Gummistiefel die zusammen mit einem Regenschirm mit Rüschen und Pailetten bei Regen stolz getragen werden. Diese Lebensfreude und die Möglichkeit in seiner Kindheit wirklich noch ein Kind sein zu dürfen ist eins der Dinge die ich an China so großartig finde. Ab einem gewissen Alter wird man durch das gesellschaftliche Umfeld schon fast dazu genötigt ein Mindestmaß an Seriösität zu repräsentieren und wenn dieser Punkt im Leben erreicht ist, ist es schier unmöglich seiner infantilen Seite nocheinmal so viel Platz zu gewähren wie man es in der Kindheit tun kann und sollte. Dennoch, die Jugendlichen in Deutschland können es nicht erwarten Erwachsen zu werden. Fünftklässlerinnen schminken sich, lassen sich die Ohren piercen, ihre Kleidung ist so trist wie die jener Erwachsener denen sie sich immer wieder zu wiedersetzen versuchen, Zigarette nach dem Sex gibt es im zarten Kinderalter von 14 oder 15 Jahren. Anstelle sich seine eigenen Gedanken zu machen wird sich an der Gruppe orientiert, Wiedersetzen bedeutet nicht „In“ zu sein, und das traurige, zumindestens in meinen Augen ist, dass sich keiner von dieser Beschreibung angesprochen fühlen würde, der dieser Gruppe zugehörig ist. Ich hatte leider nie die Möglichkeit auf eine chinesische Schule gehen zu dürfen, bestimmt gibt es auch dort Gruppenbildungen, das ist nunmal ein globales Phänomen, dennoch ist es Fakt dass Kinder Kinder sein dürfen ohne „uncool“ zu sein, und das ist es, worum ich jedes Kind in China beneide!

Der chinesische Motorradführerschein

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Am 2. September, Morgens, während des Chinesischunterrichts, ruft Kate an um mir mitzuteilen dass wir genau jetzt die Prüfung für den chinesischen Motorradfüherschein haben. Mit eben diesen Worten verabschiede ich mich frühzeitig vom Unterricht und begebe mich, zusammen mit Basti, zum Büro für ausländische Studenten. Von dort aus werden wir von einer Fahrlehrerin zum Prüfungsort gefahren. Dort angekommen werden Fotos von uns gemacht, die später auf die Prüfungsbögen aufgedruckt werden. Desweiteren wird anhand des Reisepasses überprüft ob wir eine gültige Aufenthaltsgenehmigung haben und ob in unsere Akte, die bei der Polizei zeitglich mit der Verlängerung des Visums angelegt worden ist, Straftaten vermerkt sind oder nicht. Unglücklicherweise wurde beim Erstellung unserer Prüfungsbögen die Zahl eins mit dem Buchstaben I verwechselt so dass unsere Polizeiakte nicht aufgerufen werden konnte und somit die Pürfung bis zur Korrektur unseres Prüfungsbogen um zehn Tage verschoben wird.

Auf dem Rückweg zu unserer Universität stellt sich dann heraus, dass es für die theoretische Prüfung des Motorradfüherscheins keine englische Übersetzung geben wird. Panik ergreift besitz von uns beiden und ich frage immer wieder, warum uns das erst jetzt mitgeteilt wird, wobei es sonst immer geheißen hat, es gäbe eine englische Prüfung. Eine wirkliche Antwort erhalte ich nicht, die Fahrprüferin erwiedert meine Fragen immer nur mit Gelächter und sagt, ich solle mir keine Sorgen machen.

An der Universität angekommen geh ich natürlich als erstes ins Büro von Kate um sie zu fragen, was die Fahrlehrerin damit meint, ich soll mir keine Sorgen machen, ich kann mir nichtmal das Essen bestellen was ich essen möchte aber ich soll mir keine Sorgen machen wenn es um eine Fahrtheorieprüfung auf Chinesisch geht? Kate versichet mir, dass wir uns insofern keine Sorgen machen müssten, als dass jemand anderes für uns die Prüfung schreiben wird aber unter unseren Namen. Immernoch ungläubig bleibt uns nichts anderes übrig als Kate Gehör zu schenken und die zehn Tage abzuwarten.

Am 13. September ist dann tatsächlich der Tag der Prüfung. Aus dem Versprechen, jemand anderes würde unsere Prüfung für uns schreiben wird das Versprechen, dass wir jemanden zur Seite gestellt bekommen werden, der für uns die Fragen übersetzen wird. Letztendlich folgt dem Versprechen eine große Enttäuschung als wir vor Ort einfach von unserer Fahrlehrerin abgesetzt und alleingelassen werden. Ein Mann kommt uns entgegen und führt uns in einen Raum mit einem Computer. Er sagt, wir müssen die ersten sechzig fragen immer bei der eins das Kreuz machen, ab der Frage 61 immer bei der zwei. Dann gibt er uns einen Zettel auf dem Bilder und ein paar Schriftzeichen abgebildet sind. Falls in der Frage die abgebildeten Schriftzeichen oder Bilder zu sehen seien dann immer mit Nein antworten…so die Theorie. Wir ahnen Schlimmes und rufen Kate an, ob sie uns nicht irgendwie helfen könnte, keiner spricht Englisch oder Putonghua, den chinesischen Dialekt, den wir an der Universität gelehrt bekommen. Circa eine Stunde später kommt Kate, zuverlässig wie immer, wenn es darum geht, ihren ausländischen Schützlingen zu helfen, egal welche Uhrzeit, egal welcher Wochentag, und dass, obwohl in China keine Überstunden bezahlt werden. Auf die Frage, warum sie so unglaublich hilfsbereit ist antwortet sie, dass sie sich furchtbar fühlen würde wenn sie in einem fremden Land wäre dessen Sprache sie nicht sprechen könnte. Damit gehört sie zur Ausnahme. Für gewöhnlich, haucht man ein Nihao (Hallo) oder ein leises Xiexie (Danke), geht der durchschnittliche Chinese direkt davon aus, dass man fließend Chinesisch sprechen kann und beginnt sofort in seinem Lokaldialekt mit schnellem Tempo Fragen über Fragen zu stellen, fragt man, ob er nocheinmal langsam das Gesagte wiederholen könnte, verliert er meistens sein Interesse, lacht oder schnaubt kurz, und schon ist man wieder alleine in einem großen Land voller verborgender Geheimnisse die, egal wie gewissenhaft man die chinesische Sprache erlernt, niemals alle verstehen wird.

Zurück zum urspünglichen Dilemma? Nach ungefähr dreistündigem Warten werden wir, mit Spickzetteln bewaffnet, in den Prüfungsraum geführt. Die Prüfung ist vierzigminütig in der hundert Fragen beantwortet werden müssen. Ausländer müssen 70% richtig beantwortet haben um zu bestehen, Chinesen 90%. Circa fünf Minuten nach Beginn der Prüfung stell ich fest, dass der Spickzettel komplett uneffektiv ist und suche mit verzweifelten Blicken Kate, die bei meinem unweigerlichem Tränenausbruch sofort zu meiner Seite geeilt kommt um sich selbst davon zu überzeugen dass die Spickzettel leider in keiner weise Hilfreich sind.

Obwohl Kate selber keine Besitzerin eines Füherscheins ist hilft sie mir. Für den Polizisten, der sich mittlerweile ebenfalls zu mir gesellt hat, übersetzt Kate offiziell einfach die Fragen, in Realität sagt sie mir wo ich das Kreuz zu setzen habe, einer der wenigen Augenblicke in denen es praktisch ist, dass Chinesen für gewöhnlich kein Englisch beherrschen. Nach einem vierzigminütigen Nervenzusammenbruch erhalte ich dann endlich meine 74% und habe damit bestanden, Basti hat mit 78% ebenfalls bestanden. Der Verzweiflung folgt Freude über das positive Ergebnis der sogleich Enttäuschung folgt als uns mitgeteilt wird dass wir auch noch eine praktische Fahrprüfung zu bestehen haben, die aber erst frühestens zwanzig Tage nach Bestehen der theoretischen Prüfung abgelegt werden darf.,.zu dem Zeitpunkt war leider schon alle Tränenflüssigkeit aufgebraucht worden…eine weitere Formalität ist, mal wieder, eine chinesische Übersetzung des Reisepasses mit roten runden Stempel vorzulegen…

Mein Tipp des Monats, wenn ihr nach China kommt und ihr wollt in irgendeinerweise mit Motorrädern und allem was dazugehört involviert werden…lasst euch euren Reisepass einmal auf Chinesisch übersetzen und dann kopiert diese Übersetzung direkt mehrfach und lasst euch vorsorglich auch jede Kopie von einem chinesischen Übersetzungsbüro rot abstempeln.

Falls ihr dann der Besitzer einer Kopie mit rotem, rundem Stempel seid…freut euch, ihr könnt die Fahrprüfung machen!

Wenn ihr am Übungsplatz ankommt, und ihr seht ein rostiges Motorrad mit Seitenwagen und ihr seht, wie ein Mann mit einem Kanister auf das scheinbar liegengebliebene Motorrad zuläuft und ihr werdet Zeuge, wie eben dieser Mann den mit Wasser gefüllten Kanister auf dem Motor entleert, dann wisst ihr, das ist euer Prüfungsmotorrad.

Der erste Teil der Prüfung besteht aus…Slalom in Schrittgeschwindigkeit. Im wesentlichen besteht dieser Teil daraus dass man einfach immer mit dem Vorderrad über die auf den Boden gemalten roten Punkte fährt, Schrittgeschwindigkeit ergibt sich von alleine, denn der Gasgriff ist kaputt…beim Anfahren einfach die Kupplung langsam kommen lassen, von hinten wird geschoben und schon hat man Schrittgeschwindigkeit. Für Jene, die sich das Lachen beim Fahren nicht verkneifen konnten und somit doch eine der Stangen umgeschmissen haben sollten…ihr habt auch noch einen zweiten Versuch. Wenn alle Teilnehmer, (es wurden ca. 100 Chinesen am selben Tag geprüft) den ersten Teil der Prüfung absolviert haben beginnt der zweite Teil…anderes Motorrad. Das Motorrad für den zweiten Teil verfügt über eine Beschleunigung, dafür ist allerdings die Vorderradbremse kaputt, gebremst werden kann also nur mit Hinterradbremse.

Der zweite Teil besteht aus: An einer Steigung anhalten (hab ich schon erwähnt dass die Bremse defekt ist…chinesischer Humor?) und anfahren, innerhalb der vorgegebenen Linien eine Schlangenlinie fahren, über zwei Metallschienen fahren wobei zuerst das Motorrad, dann der Beiwagen die zueinander versetzten Metallschienen berühren müssen. Als nächstes folgt einmal um die Ecke fahren, Fahrspur wechseln (Blinken nicht vergessen) und dann nochmal bremsen. Zwei Minuten später haben wir beide bestanden. Den Führerschein dürfen wir uns drei Tage später endlich abholen.

…ich hoffe, ich sage jetzt zum letzen Mal, dass ich nie wieder einen Füherschein machen muss! In China kostet es zwar wesentlich weniger Geld, aber es stellt die Gedult doch erheblich auf die Probe!

Liebe Grüße aus der Ferne, wir gehen jetzt hoffentlich gleich unseren Führerschein abholen!

Ausflug nach Hangzhou

Sonntag, 05. Oktober 2008

Hangzhou gilt als einer der schönsten Städte Chinas, der sogenannte ?? (Xihu) West Lake ist dabei von besonderer Bedeutung. Der??ist ein großer See mit kleinen Inseln die man mittels Boot besichtigen kann. Die größte und bedeutenste der Inseln ist die ??? (xiao yingzhou) welche bekannt ist für ???? (santan yinyue), drei kleine Türme mit fünf Löchern in denen Kerzen zum Mittherbstfest angezündet werden.

Nach Ankunft in Hangzhou haben wir uns ersteinmal ein Zimmer in der Mingtown Jugendherberge [????????, ??? 101- 11 ?, Telefon 0571- 87975883 (hangzhou guoji qingnian lüshe, 101- 111 Nanshan Lu)] gesichert. Ein Bett im Dormitory kostet dort nur 50 yuan (umgerechnet ca. 5 Euro) die Nacht und liegt direkt am??. Ein weiterer Vorteil, wenn man sich für diese Jugendherberge entscheidet ist, dass unweit von ihr eine Jazzbar liegt in der es jeden Abend ab neun Uhr Livemusik gibt (Friends Jazzbar). Den ersten Tag in Hangzhou haben wir damit verbracht den ??zu umrunden, Flipflops für Basti zu kaufen (größte Größe in China ist 44) sowie den ???? (Wushan Yeshi) Nachtmarkt zu besichtigen.

Der Nachtmarkt ist eine gute Adresse um Hangzhous??? (Longjincha) und Souvenirs zu erstehen, wobei man sich auf Handeln einstellen sollte. Sehr empfehlenswert ist es am Abens um 19 Uhr sich die Wasserspiele am??anzusehen, die ein wunderschönes Zusammenspiel aus Wasser, Licht und Musik bieten.

Den Tag darauf begaben wir uns dann auf dem Weg zu den Teebergen und zum Teedorf ???? (Longjinwencha). Der Lonely Planet, meinem bevorzugtem Reiseführer, empfahl mit der Buslinie Y3 zu den Bergen zu fahren, allerdings ist der Bus umbenannt worden in ?3 vondaher konnte ich natürlich den Y3 Bus nicht finden und wir haben uns kurzerhand ein Taxi genommen. Am Teedorf angekommen erwarteten uns mehrere Schilder die auf verschiedene Sehenswürdigkeiten hinwiesen die wir nach und nach besichtigt haben. Man sollte sich allerdings auf viel Treppensteigen einstellen wenn man die Longjin Teeberge besichtigen möchte. Nach einem dreistündigem Wanderausflug im Regen haben wir uns dafür entschieden, mit Zwischenstopp bei einem Teemuseeum ??????? (zhongguo chaye bowuguan), zum ????? (louwailou caiguan) Restaurant zu fahren um den berühmten ???? (Xihucuyu) West Lake Fisch zu essen. Das Restaurant liegt ebenfalls auf einer Insel die man über den ?? (Baidi) Pier zu Fuß erreicht werden kann. Das????? ist sehr namenhaft und man sollte sich, wenn man keine Reservierung hat, auf Wartezeiten einstellen. Am Abend haben wir uns dann, bevor wir nocheinmal die Friends Jazzbar aufgesucht haben, zum Carrefour ??? jialefu begeben, auf der Suche nach Essig, um uns Salat machen zu können, und sind auch fündig geworden. Das Konzept Salat gibt es in China nicht, man kann zwar Tomaten, Gurke und Paprika kaufen, allerdings ist es schwierig Blattsalat zu erstehen oder einen Essig der nicht Reisessig entspricht. Olivenöl und normalen Salatessig bekommt man eigentlich nur im Carrefour ???.

Am letzten Tag unseres Hangzhou Ausfluges sind wir zur ??? Leifeng Pagode (Leifengta) gefahren, welche man schon von der??? (xiao yingzhou) Insel aus sehen konnte. Die Pagode, 975 erbaut ist 1924 zusammengebrochen.Nach ihrem Zusammenbruch wurde sie wiederaufgebaut und 2001 noch einmal renoviert. Den Renovierungsarbeiten ist es auch zu verdanken dass inmitten der Pagode ein Aufzug eingearbeitet wurde, der den Aufstieg erheblich erleichtert. In der Pagode selber wird mittels Holzreliefen die Geschichte der Pagode dargestellt wird. Neben den kunstvoll geschnitzen Holztafeln bietet die Pagode auch einen Rundumblick auf Hangzhou, wer will auch bei Nacht bis elf Uhr. Da unser Zug leider schon am Nachmittag gen Jinhua abfuhr blieb uns keine Zeit mehr für weitere Besichtigungen, obgleich es noch viel zu sehen gegeben hätte.